Bericht über die Mitgliederversammlung 2018

Am 11. März 2018 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Schwarzwaldverein Gechingen e.V. im Sportheim NEUNZEHN21 in Gechingen statt. Der Vorsitzende Heinrich Hamm konnte unter den 43 Besuchern Frau Kanzleiter-Schilling als Vertreterin des Bürgermeisters, die Ehrenvorsitzenden Renate Hauber und Egon Sauter, die Ehrenmitglieder Manfred Brauchle, Heinz Böttinger und Fritz Roller sowie den Gemeinderat und diesjährigen Vertreter der ansässiger Gruppen und Vereine, Gerhard Mörk, begrüßen. Er stellte fest, dass die Versammlung durch die rechtzeitige Einladung im Gemeindeblatt beschlussfähig sei.

Es folgte das Gedenken an die seit der letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder Reinhold Kanzleiter, Erwin Hauber, Peter Müssig, Elfriede Engler, Doris Hofmann, Gertrud Faux, Alfred Böttinger, Waltraut Anstätt, Ronja Dürr und Gertrude Stefanuescu. Daraufhin folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Martha Eisenhardt, Hans Peter Grigull, Karin Jackson, Werner Vetter sowie Heidelinde und Gerhard Waidelich geehrt; für 40 Jahre Claudia Dürr, Leonie Maier und Monika Westphal; für 50 Jahre Eberhard Häberle, Margarethe Petzsche und Doris Schwarz.

 

Für langjährige Mitgliedschaft geehrt

 Der Einsatz für den Verein von Manfred Schultze wurde mit dem Schafferpreis in Bronze gewürdigt; Alexander Franke und Gerhard Mörk erhielten ihn in Silber.

Auszeichnung mit dem „Schafferpreis“

 Nun folgten die Berichte. Der Vorsitzende Heinrich Hamm teilte den Anwesenden in seinem Bericht mit, dass der Verein zum Jahreswechsel 455 Mitglieder zählte, die im Durchschnitt 52,0 Jahre alt waren, nach 53,1 Jahre im Vorjahr. Der Mitgliederschwund wurde zwar gebremst, aber zufrieden sein kann der Verein damit nicht.  „Die Verjüngung ist ein Lichtblick in der Mitgliederbilanz“, so Hamm. Er wünscht sich, dass durch die sehr aktive Familiengruppe unter der Leitung von Sandra und Sven Eichfuß, die Geocaching-Events, die von Norbert Jensen durchgeführt werden und die Facebookpräsenz die Talsohle bei unserer Mitgliederzahl erreicht sei.

 Weiter meinte er:“ Wir brauchen nicht nur die Häuptlinge im Ausschuss, sondern auch Indianer, die etwas schaffen.“ und stellte dann eine Liste von Aufgaben vor, an denen sich auch Mitglieder mit kurzfristiger Verpflichtung einbringen können, z.B. Backen eines Kuchens, Unterstützung bei der Bewirtung der Hütten und beim Hüttenfest, handwerkliche Arbeiten in und um die Röserhütten, Bei Restarbeiten rund um den Naturerlebnisraum, und dem Wald. Die Anzahl der aktiven Führer von Wanderungen und Radtouren nimmt leider ab. Auch hierfür benötigt der Verein engagierte Personen. Von Politik und Verwaltung wünsche er sich auch mehr Unterstützung für das Ehrenamt; als Beispiel nannte er seinen Aufwand für die Umsatzsteuererklärung wegen Überschreitung der Freigrenze durch den Holzverkauf in 2015. Nach 5-stündiigem Aufwand für die Erstellung der Erklärung konnte der Staat 54 Euro einnehmen. 

Bei der Delegiertenversammlung in Weil der Stadt, die er besuchte, nahm neben den üblichen Regularien das Projekt „Schwarzwaldverein 2030“ breiten Raum ein. Ergebnisse von Arbeitsgruppen wurden vorgestellt und das Projekt wir nun in Freiburg weiter vorangetrieben.

Bezüglich der Vorstandsarbeit stellte er fest, dass die bis auf Beisitzer vollzählige Vorstandschaft seit Jahren harmonisch und konstruktiv zusammenarbeitet. In sieben Sitzungen habe die die Vorstandschaft die Vereinsgeschäfte geführt; hinzu kamen noch die Sitzungen des Hüttenfestausschusses. Schwerpunkte der Vorstandsarbeit waren Organisation und Koordination bei der Errichtung des Naturerlebnisraums, ein durch LEADER gefördertes Projekt,  und die Erstellung einer Datenschutzordnung, die auch eine Satzungsänderung notwendig machte.

Die Schaffung unseres Naturerlebnisraums war ein wesentlicher Bestandteil der Vereinsarbeit im vergangenen Jahr. In über 500 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurde eine sehr reizvolle Wegstrecke, die auf 1.200 Metern im Wesentlichen durch unseren Röserwald führt, angelegt und am 24. November im Beisein von lokaler und Landkreisprominenz feierlich eingeweiht. „Einige Restarbeiten sind noch in diesem Jahr zu erledigen, wir sollten uns aber bewusst sein, dass der Erhalt des Naturerlebnisraums kontinuierlich Arbeit mit sich bringt.“, stellte Hamm fest.

Das 44. Hüttenfest war wiederum ein Erfolg. Wie fast jedes Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter, konnten uns über einen guten Besuch freuen und ein positives Ergebnis erzielen.

Das Politikum um den Sedanplatz hat im letzten Jahr aus Sicht des Vereins ein erfreuliches Ende genommen. Es  wurde im vergangenen Jahr durch den Arbeitskreis Heimatgeschichte, namentlich Erika Albert-Essig, eine Tafel konzipiert, die die ortsgeschichtliche Bedeutung dieses Platzes mit seinen Friedenslinden dokumentiert. Diese Tafel steht bereits seit einigen Wochen auf dem Sedanplatz, ihre offizielle Einweihung soll im Laufe dieses Frühjahres stattfinden. Der Vorsitzende bedankte sich bei der Gemeinde für die finanzielle Beteiligung und die Unterstützung durch Mitarbeiter des Bauhofes, die die Tafel aufgestellt haben.

Mit dem Dank an alle Vorstandsmitglieder sowie sonst für den Verein ehrenamtlich Tätigen, den Sponsoren des Naturerlebnisraumes und den Anzeigenkunden des Jahresprogramms und allen, die den Verein in irgendeiner Art und Weise unterstützt haben schloss Heinrich Hamm seinen Bericht ab.

Es folgte der Bericht von Sven Eichfuß über die Aktivitäten im Fachbereich Familie. Er berichtete über die zufriedenstellenden Beteiligungen an den Oster-, Kleeblatt- und Nikolauswanderungen und dass der Spielnachmittag, nachdem er gut angenommen wurde, wiederholt werden soll. Auch das Bastelangebot am Hüttenfest, statt auf der unteren Wiese am Eingang neben der Hütte, kam sehr gut an, da die Gruppe so eher in das Hüttenfest integriert war. Als Fazit schloss Eichfuß, das die langsame aber stetige Steigerung der Angebote, zielgerichteter auf die Wünsche von Familien ausgerichtet, schon zu zwei neuen Familienmitgliedschaften führte, aber noch mehr wünschenswert wäre.

Es folgte der Bericht von Norbert Jensen über die Heimatpflege und den Aktivitäten des Arbeitskreises Heimatgeschichte. Leider konnte seine Präsentation aufgrund eines technischen Problems nicht an der Leinwand gezeigt werden. Er fasste die letztjährigen Aktivitäten zusammen, die 1883 Besucher anlockten, nannte die für 2018 geplanten Ausstellungen und warb für Unterstützung bei den dreitätigen Putzarbeiten vor der Eröffnung der Neuen Museumssaison. Des Weiteren berichtete er von der Neubesetzung des Amts als 2. Vorsitzenden durch Roland Lachenmaier; Gerhard Brill musste gesundheitsbedingt ausscheiden.

Marlene Mörk gab einen kurzen Einblick in die Arbeit der Naturschutzwartin. Sie berichtete von der Aktion Saubere Landschaft mit etwa 60 Teilnehmern und rief gleichzeitig zur Teilnahme an der gleichen Aktion am 24.3.18 auf. >Sie berichtete von einen Besuch der Staatsklenge im April, der Erstellung des Naturerlebnispfades, von einem kurzen Besuch von Zwerg-Fledermäusen in der Getränkehütte im September und dem Kontrollieren und Säubern der Vogelnistkästen im Röserwald und beim Feuchtbiotop. In den Nistkästen brüteten hauptsächlich Meisen, auch Kleiber nisteten darin. Die Kästen wurden aber auch von Siebenschläfern uns Haselmäusen benutzt.

Anschließend berichtete Egon Sauter anhand der an den Hauptverein abgegebenen Rückmeldungen, welche Mittel der Verein für die Öffentlichkeitsarbeit nutzt. Hauptsächlich waren dies die vom Hauptverein bereitgestellten Flyer und die von unserem Verein erstellten Artikel im Gemeindeblatt, die Broschüre mit dem Jahresprogramm, unser Internetauftritt und der Mitgliederrundbrief „SWV Aktuell“.

Den Bericht des Waldwarts Dietmar Süßer trug Heinrich Hamm vor. Im Juni wurde der Weg von den Hütten zum Storrenberg von Mitarbeitern der Firma Zader planiert und dabei 15 Wurzelstöcke in 12-stündger Arbeit entfernt. Der Waldwart half hierbei mit. Vor dem Hüttenfest wurden der Parkplatz gemäht und verschiedene Zugangswege freigeschnitten, und im Herbst wurden 3-4 Todbäume entfernt, damit die Sicherheit der Waldspaziergänger wieder gegeben war. Auch dieses Jahr waren bereits wieder Aktivitäten erforderlich: Nach dem Sturmtief Friedericke drei Trauftannen im Wald Richtung Weiler umwarf und zwei Baumkronen am Zufahrtsweg zu den Hütten abgebrochen wurden, mussten diese entfernt werden. Süßer bedankte sich bei allen Helfern.

Über den Zustand der örtlichen Wanderwege informierte Frank Weber. Neben den üblichen Tätigkeiten berichtete er über einen umgefahrenen Wegweiser im Masenwald, der neu einbetoniert werden musste, von Vandalismus an einem Wegweiser in der Mörikestrasse und einer Wegeumlegung im Brenntenwald aufgrund von Waldarbeiten. Führ die nächste Zeit nahm er sich vor sich in die Digitale Wegeverwaltung einzuarbeiten, zwei Pfosten zwischen Jägerberg und Kirchhalde zu setzen und die Beschilderung in Ostelsheim zu verbessern.

Als nächstes folgte der Bericht des Wanderwartes Alexander Franke, vorgelesen durch Egon Sauter. Franke bedankte sich bei allen für 142 durchgeführte Veranstaltungen. Die Wanderführerinnen und Wanderführern , die bei 69 Halbtageswanderungen, 6 Tageswanderungen sowie 40 geselligen Veranstaltungen insgesamt 822 Teilnehmer begrüßen durften. Dies wurde noch ergänzt durch 27 Radtouren mit 218 Teilnehmern, welche durch Karin und Jürgen Kanzleiter, Ingrid Blessing, Heinrich Hamm und Siegfried Lauxmann durchgeführt wurden.

Nach den Berichten der Fachwarte trug Heinrich Hamm den Kassenbericht vor. Er stellte die Einnahmen den Ausgaben des Vereins gegenüber und berichtete von einem leichten Überschuss in 2017, der sich durch Ausgaben für Wege, Wald und Investitionen in die Röserhütte begründet. Dem gegenüber stand ein Restguthaben aus dem Naturerlebnisraum, da noch für die verbliebenen Aufgaben Ausgaben anstehen. Der in der Ortsgruppe verbleibende Anteil an den Mitgliedsbeiträgen ging wie erwartet zurück. Die Broschüre mit dem Jahresprogramm 2018 konnte wieder mit einem kleinen Überschuss erstellt und verteilt werden. Anschließend folgte eine Analyse mittels der Deckungsbeitragsrechnung welche zeigte, dass aufgrund der Investitionen in die Hütten die Ausgaben die Einnahmen übertrafen. Aufgrund des guten Finanzpolsters stellt das Defizit auch für die nächsten Jahre aber kein Problem dar.

Annette Blaich, die die Kasse zusammen mit Wolfgang Stengert geprüft hatte, berichtete, dass es keinerlei Beanstandungen gab. Bevor die Mitglieder um Entlastung der Vorstandschaft befragt wurden, bot Frau Kanzleiter-Schilling den Anwesenden die Gelegenheit weitere Fragen zu den Berichten zu stellen, davon wurde jedoch kein Gebrauch gemacht und so wurde die Entlastung des Vorstandes, unter Enthaltung der Betroffenen, bei der darauffolgenden Abstimmung einstimmig erteilt. Vor der Pause richtete die stellvertretende Bürgermeisterin noch ein Grußwort an die Teilnehmer.

Mit dem Tagespunkt Vorstandswahlen wurde die Versammlung nach der Pause fortgeführt. Für weitere zwei Jahre wurden in ihrem Amt bestätigt: Gerhard Mörk (2.Vorsitzender), Martina Franke (Kassenwartin), Frank Weber (Wegewart), Marlene Mörk (Naturschutzwartin), Sven Eichfuß (Familie), Siegfried Lauxmann (Hüttenwart) und Claudia Schatz-Häußler (Beisitzerin) sowie Jürgen Frank (Beisitzer). Alle gewählten Personen nahmen die Wahl an.

Anwesende Vorstandsmitglieder

Eugen Rentschler trat auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl als Beisitzer an. Der Vorsitzende Heinrich Hamm dankte ihm mit einem Blumenstrauß.

Um die Datenschutzordnung in der Satzung zu verankern und die Zuständigkeit über den Inhalt der Datenschutzordnung dem Vorstand zu übertragen war eine Satzungsänderung notwendig. Letztere wurde nach kurzer Diskussion einstimmig, wie vorgeschlagen, beschlossen. Dadurch trat die von der Vorstandschaft am 6. März 2018 beschlossene Datenschutzordnung in Kraft.

Weitere Wortmeldungen der Mitglieder zu den Punkten Anträge, Wünsche und Anregungen erfolgten nicht. Abschließend überreichte Egon Sauter in Vertretung von Alexander Franke noch Gutscheine für die meisten Teilnahmen an Fußwanderungen, Radwanderungen und der Kombination beider an Werner Eichfuß, Astrid Gehring und Kai Hintzenstern.

 Nach der Versammlung wurden noch ein Film über die Arbeiten am Naturerlebnisraum und Bilder von den Veranstaltungen des vergangenen Jahres gezeigt.

 

Letze Änderung Mittwoch, 12 Dezember 2018 22:25
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