Bericht über die Mitgliederversammlung 2016

Die ordentlichen Mitgliederversammlung fand am 6. März 2016 im Gemeindehaus Gechingen statt. Der Vorsitzende Heinrich Hamm konnte unter den 51 Besuchern Bürgermeister Jens Häußler, die Ehrenmitglieder Manfred Brauchle, Erwin Hauber und Fritz Roller, die Ehrenvorsitzenden Renate Hauber und Egon Sauter sowie anwesende Gemeinderäte und Vertreter ansässiger Vereine begrüßen. Er stellte fest, dass die Versammlung durch die rechtzeitige Einladung im Gemeindeblatt beschlussfähig sei.

Es folgte das Gedenken an die seit der letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder Ingeborg Schwarz und Karl-Heinz Dürr. Darauf folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Regina und Reinhold Birk, Gabriele Eisenhardt, Irma und Kurt Schneider sowie Evelyn und Eberhard Schucker; für 40 Jahre: Traude Böttinger und Ilse Pfeiffle. Für Ihr über viele Jahre erbrachtes Engagement für den Verein erhielten Bernd Drescher, Jürgen Frank, Roland Lachenmaier, Marlene und Gerhard Mörk, Hannelore Richards und Dietmar Süßer den Schafferpreis in Bronze sowie einen Gutschein übereicht.

Jubilare und Schaffer

Mit den Worten „2014 war für unseren Verein ein gutes Jahr - 2015 war jedoch noch besser“ eröffnete Heinrich Hamm den Tagesordnungspunkt Berichte. Er stellte fest, dass trotz der Beitragserhöhung die Mitgliederzahl von 476, bei einem Altersdurchschnitt wie im Vorjahr von 54,2 Jahren, gehalten werden konnte, die Walddurchforstung unsere Vereinskasse füllte und  das Hüttenfest erneut gut besucht war. Als Sahnehäubchen belegte der Arbeitskreis Heimatgeschichte einen zweiten Platz unter 200 nominierten Gruppierungen in der Kategorie „Sport und Kultur“ beim Ehrenamtswettbewerb „Echt Gut!“. Die Preisverleihung fand im Porschemuseum statt. Der Preis war mit 2.000 € dotiert.

Bezüglich der Vorstandsarbeit stellte er ein harmonisches und professionelles Arbeitsklima fest. Für die 8 Vorstandsitzungen wurden in etwa 20 Stunden aufgebracht, ohne dabei die Sitzungen des Hüttenfestausschusses mitzuzählen.

Heinrich Hamm berichtete weiter über die nach 7 Jahre Beitragsstabilität beschlossene, zweistufige Beitragserhöhung auf der Delegiertenversammlung des Hauptvereins. Die erste Stufe greift 2016, die zweite Stufe tritt 2018 in Kraft. Er versicherte, dass die Beiträge an unsere Ortsgruppe bis mindestens 2020 stabil bleiben können.

Im Frühjahr 2015 fand die lang geplante Walddurchforstung unseres Röserwaldes statt. Es wurden ca. 350 Festmeter Holz geschlagen und erfolgreich vermarktet. Die dabei verursachten Flurschäden hielten sich in Grenzen. Die nächste Durchforstung von ähnlicher Größe ist frühestens für 2023 geplant.

Das 42. Hüttenfest war wiederum ein Erfolg, was auch dem gutem Wettern zuzuschreiben war. Die Überschüsse aus Hüttenfest und Holzvermarktung trugen zu dem außerordentlich guten finanziellen Ergebnis des Jahres 2015 bei, das es ermöglicht in den nächsten Jahren notwendige Investitionen in die Hütten zu finanzieren, wie z.B. die Polsterung von Stühlen und Bänken zu erneuern.

Bei den in der letzten Mitgliederversammlung angesprochenen fünf Baustellen gab es teilweise erfreuliche Entwicklungen in die richtige Richtung:

1)      Die schwache Beteiligung an Wanderungen hat sich etwas gebessert, aber es ist noch viel Potenzial nach oben.

2)      Die für unsere Vereinsgröße geringe Zahl der Neueintritte hat sich leicht erholt, aber auch hier ist noch Platz nach oben.

3)      Familiengruppe: hier konnte Heinrich Hamm einen Erfolg vermelden: Sandra und Sven Eichfuß bieten 2016 drei Familienwanderungen an und wollen dies auch in den nächsten Jahren fortführen. Außerdem war Sven Eichfuß bereit für das Amt des Fachwarts für Familienarbeit zu kandidieren. Eine funktionierende Familienarbeit ist eine notwendige Investition in die Zukunft des Vereins, ohne sie kann der Altersdurchschnitt nicht gehalten werden, und wenn einmal der Verein anfängt zu vergreisen ist er wenig attraktiv und das führt dann mit ziemlicher Sicherheit Jahre später dazu, dass der Verein ausstirbt. Etwa ein halbes Dutzend Ortsgruppen innerhalb des Schwarzwaldvereins sind mittlerweile deshalb von der Bildfläche verschwunden, so Hamm.

4)      Personelle Situation in der zweiten Reihe: an dieser hat sich leider bisher nichts geändert, stellte Hamm am Beispiel der in den letzten Wochen angesetzten Arbeitsdienste im Wald fest. An den 3 Terminen erschienen insgesamt 10 Helfer; vier Personen halfen einmal, zwei Personen je 3 mal. Hier möge sich ein jeder einmal fragen, was er für den Verein leisten kann.

5)      Heimatmuseum: hier konnte die Abteilung Arbeitskreis Heimatgeschichte im letzten Jahr sechs neue Helfer gewinnen. Einer davon, Norbert Jensen, hat einen kometenhaften Aufstieg gemacht und wurde nach einem Jahr hineinschnuppern in der letzten Abteilungsversammlung zum Vorsitzenden des Arbeitskreises Heimatgeschichte gewählt. Damit sei die wichtigste Personalie im Heimatmuseum vorerst gelöst.

Nachfolgend berichtete Waltraud Lachenmaier von den Aktivitäten des Arbeitskreises Heimatgeschichte. Bei den 7 Museumsterminen und 6 Sonderführungen durch das Museum konnten insgesamt 1217 Personen begrüßt werden. Sie berichtete auch von der Auszeichnung des Arbeitskreises Heimatgeschichte mit dem 2. Preis in der Kategorie Sport und Kultur des Ehrenamtswettbewerbs ECHT GUT! des Landes Baden-Württemberg sowie davon, dass Norbert Jensen seit der Mitgliederversammlung des 78 Mitglieder zählenden Arbeitskreises ihr Nachfolger  und sie nun als Schriftführerin tätig sei. Norbert Jensen stellte daraufhin das Programm des Arbeitskreises vor und berichtete von seinem Eindruck bei einem Treffen von Heimatpflegern benachbarter Orte: vieles was dort angegangen wird, wie z.B. die Erfassung von Kleindenkmalen, wurde in Gechingen schon vor Jahren erledigt.

Marlene Mörk gab einen kurzen Einblick in die Arbeit der Naturschutzwartin. Sie berichtete von der Aktion Saubere Landschaft mit 60 Teilnehmern sowie vom Aufhängen der Vogelnistkästen nach der Durchforstung im Juli und der Kontrolle und Reinigung derselben mit Gerhard Mörk im Dezember, wobei sie feststellen mussten, dass wiederum die meisten Kästen von Siebenschläfern und Haselmäusen benutzt wurden.  Vielleicht ändert sich dieses, wenn durch die Durchforstung des Röserwaldes nun mehr Licht einfällt.

Über die angefallenen Arbeiten für die Öffentlichkeitsarbeit berichtete danach Egon Sauter. Im allgemeinen wiederholten sich die Aufgaben der vergangenen Jahre mit dem größten Aufwand für die Erstellung der Broschüre „Jahresprogramm 2016“ und der Pflege des Veranstaltungskalenders im Internet. Hervorzuheben war jedoch die Verleihung der Landesehrennadel an Fritz Roller und der Gewinn des 2. Preises beim Ehrenamtswettbewerb, was zu einigen Berichten im Gemeindeblatt aber auch in der Vereinszeitschrift führte. Es gelang uns dadurch in drei der letzten vier Ausgaben der Vereinszeitschrift auf unseren Verein und insbesondere auf den Arbeitskreis aufmerksam zu machen.

Der Waldwart Dietmar Süßer ging nochmals auf die Arbeitseinsätze im Wald und die Durchforstung ein. Kiefer-, Eiche- und Buchenholz wurde über die Forstverwaltung zuerst an verschiedene Firmen, der Rest dann an Privatpersonen verkauft. Dies wurde gut angenommen, sodass nur 2 Polter als Rest übrig blieben.

Als nächstes las Martina Franke den Bericht des Waldwartes Alexander Franke vor, der verhindert war. Sie bedankte sich bei allen Wanderführerinnen und Wanderführern, die bei 46 Halbtageswanderungen, 23 Tageswanderungen und 7 Mehrtageswanderungen 1012 Teilnehmer begrüßen durften. Dies wurde noch ergänzt durch 28 Radtouren mit 265 Teilnehmern welche von Karin und Jürgen Kanzleiter geführt wurden.

Einen kurzen Bericht über die Wegearbeit trug Heinrich Hamm vor, da der Wegewart Frank Weber verhindert war. Im allgemeinen befinden sich die Wegemarkierung in einem guten Zustand, auch dank der Unterstützung durch Claudia Minerop und Werner Eichfuß. Heinrich Hamm bedankte sich  bei beiden.

Nun folgte der Kassenbericht, vorgetragen durch Heinrich Hamm. Er stellte die Einnahmen den Ausgaben des Vereins gegenüber und berichtete von einem außergewöhnlich guten Zuwachses des Vereinsvermögens aufgrund des erfolgreichen  Hüttenfestes und den Erlösen aus dem Verkauf von Holz. Auch trug der erhöhte Mitgliedsbeitrag dazu bei, dieser wird aber durch die schrittweise Erhöhung des Beitrags an den Hauptverein ab 2016 wieder abschmelzen. Anschließend folgte eine Analyse mittels der Deckungsbeitragsrechnung mit dem Fazit: die Hütten sind profitabel aber höhere Aufwendungen für Renovierungen können zu einem Defizit führen. Daher besteht für eine Senkung der Hüttenpreise weder Spielraum noch Veranlassung.

Wolfgang Stengert, der die Kasse zusammen mit Annette Blaich geprüft hatte, berichtete, dass es keinerlei Beanstandungen gab. Anschließend bot Bürgermeister Jens Häußler den Anwesenden die Gelegenheit weitere Fragen zu den Berichten zu stellen, es bedurfte jedoch keiner weiteren Erklärung. Daraufhin schlug der Bürgermeister den Anwesenden die Entlastung des Vorstandes an, welche die Mitglieder einstimmig erteilten. Vor der Pause richtete Bürgermeister Jens Häußler noch ein Grußwort an die anwesenden Teilnehmer.

Mit dem Tagespunkt Vorstandswahlen wurde die Versammlung nach einer Pause fortgeführt. Einstimmig wurden für die Dauer von 1 Jahr Norbert Jensen als Heimatpflegewart gewählt. Für zwei Jahre wurden gewählt: Martina Franke (Kasse), Claudia Schatz-Häußler (Beisitzerin), Jürgen Frank (Beisitzer) und Eugen Rentschler (Beisitzer), Marlene Mörk (Naturschutz) und Siegfried Lauxmannn (Hütte). Neu in das Gremium gewählt wurde ebenfalls für zwei Jahre Sven Eichfuß als Fachwart für Familienarbeit. Das Amt als stellvertretende/-r Vorsitzende/-r konnte nicht wieder besetzt werden. Alle gewählte Personen nahmen die Wahl an.

Weitere Wortmeldungen der Mitglieder zu den Punkten Anträge, Wünsche und Anregungen erfolgten nicht, jedoch fragte Heinrich Hamm ab, ob im nächsten Jahr die Versammlung wieder im Gemeindehaus stattfinden sollte. Die Mitglieder sprachen sich eindeutig für das Sportheim als Versammlungsort aus.

Zum Abschluss der Versammlung überreichte Martina Franke noch kleine Preise für die meisten Teilnahmen an Fußwanderungen, Radwanderungen und der Kombination beider an Carmella Ruscillo, Reinhold Noller und Heinz Reess.

Nach der Versammlung wurden noch Bilder von den Veranstaltungen des vergangenen Jahres gezeigt.

Letze Änderung Mittwoch, 12 Dezember 2018 22:25
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