Gedichte

 
Des ischt a Frog!
D'Oma hat allerhand zu b'sorga,
se fährt en d'Stadt am früha Morga.
Se will au ihre Jonge b'sucha,
für dia hot se an "grührta Kuacha".

Mit Eier hot se garnet gschpart,
drom ischt ihr "Bächez" nobler Art.
Es gibt an mächtiga Hallo,
doch d'Oma mag mer sowieso!

Der Fritzle isch ihr Liebling g'wea,
des ka mer recht deutlich seha,
er weicht ihr garnet von d'r Seit,
wia des dia guta Oma freit!

Doch plötzlich guckt se ehn prüfend a:
"Du gfällscht mer net, du kleiner Ma,
du siescht mer gar so mickrig aus,
was isch ao bloß, ei der Dauss!

Dia Sach isch eifach, ond i wett,
du gehscht am Obends spät en's Bett,
sitzsch ällweil vor den Kaschta na,
dean i pardu net leida ka.

Was meinscht, do halt i anders drauf,
i sitz mit meine Henna auf!"
D'r Fritzle faßt des en seim Ohr,
er schtellt sich älles lebhaft vor:

Er kennt d'r Oma Hühnerschtall,
er kennt au ihre Henna all.
Ond woiß, daß vor d'r Obedruh
es geht em Schtall recht lebhaft zua.

Doch z'letschte send dia Tierle müd,
se sitzed brav en Reih ond Glied....
Des woiß d'r Bua, drom fragt er drauf:
"Oma, wia kommscht no du auf d'Stanga nauf?"

Meine Knopfstiefel
"D'Konfirmation ischt nemme weit",
hot mei Muader zo mir g'sait.
"Mit am Vatter muascht du z'Märkt gao,
muascht doch ao no Stiefel hao!"

Mir ischt worda o'geheuer,
am Vatter ischt doch älles z'teuer
ond gsait hao i halt emmer wieder
"no krieg i doch bloss Ladahüter".
Doch älles Schwätza hot nix g'nutzt
ond i hao halt a Weile trutzt.

Wo mir uff da Märkt komma send
war schao älles volla Ständ.
Älles hots gea, was mer sich ka denka
ond halba tätet se s'Sach verschenka.
Doch i hao bloß noch Stiefel guckt,
dia hent mi halt schao vorher druckt!

"Do", schreit a Ma "Leut her zo mir,
so schö ond billig wia no nia".
Der hot schöne Schua g'het mit Glanzkappa,
doch dia hot mei Vatter wella net berapppa,
Der Ma hots meim Vatter ao glei a'gsea,
dass der will net viel Geld ausgea.

Er langt a Pärle oba ra
ond sait "Des ischt mei beschte War".
Mir isch fast schleacht worda uff des na,
s'war a ganze Reihe Knöpfle dra!
Knopfstiefel hot m'r gar nemme g'sea,
dia send ganz aus d'r Mode gwea.
Jetzt hao i mi uff älles g'faßt
ond dia Schenderluader hent grad paßt!

Mir send halt no gleich Träna kommme,
doch do hot koa Mensch Notiz d'rvo gnomma.
Koa Schachtel, koa Papier hot der Ma d'rzua g'het
an'ra Schnur hot ers mir ibern Arm nei g'hegt,
ond ganz uff'm Hoamweg hots Träna gea,
s'hot fast a Überschwemmong gea!
En Stroßagraba send se ao amol nei'gfloga,
doch do hao i's müaßa grad wieder hola.

Durch da Flecka hao i's ondern Schurz na g'schoppt,
sonst hättet mi d'Leut onderweags schao g'foppt.
Wo ino komma be zor Stubatür rei,
hao i's g'schmißa ens henterscht Eck nei,
hao gsait: "Dia Luader ko a'ziaga wer will"
mei Muader hot g'saet, "Du bischt glei still,
des send sogar recht schöne Schua
mit deane läscht mi gleich en Ruah"!

No z'letzta hao i mi halt drei'gfonna
s'hots mir doch koa Mensch a'gnomma.
Doch d'Märktschreier hao i seither g'fressa,
des hao i mei Lebtag net vergessa!

A guater Kopf
A guater Kopf isch ebbes wert!
Dui folgend G'schichd hot mi des g'lehrt:
En d'r Gechenger Schual, do lernt m'r g'nug,
m'r lernt ao, daß a Flaschazug
mit ganz on gar gerenger Kraft
dia greischte Last en d'Höh nuffschafft.

Des hot sich g'merkt d'r Christian Lutz,
a Kerle, der zu ällam nutz.
D'r Rudolf, der hilft wacker mit,
d'r Flaschazug, der grotet Schritt für Schritt.
Bald hangt dui nui Zugmaschee
ans Ongers Eisemagaze
zom kloina Behneslädle raus,
ganz hao da doba, s'ischt a Graus!

A Soale knüpft m'r oba na,
a Sitzbrett hängt m'r onta dra.
D'r Leichtst, d'r Walter, sitzt glei nei,
m'r ziagt on ziagt, ha, des goht fei!
Er fliagt nuff zom Behneslädle,
do staunad d'Buba on ao d'Mädla.
Voll Stolz kommt jetzt er wieder ronter
on isch vergnügt on froh on monter.

Als Nächschter fährt d'r Christian Schneider,
ao der isch ganz fidel on heiter.
Doch ischt er schao abissle schwerer,
er hot an Bauch wia'n Oberlehrer!
D'r Walter ziagt, wasa er no ka,
en d'Heihne schwebt der neie Ma.
Doch pletzlich, o, du graosser Schreck!
"Du Walter, gang doch weg!"

Des Brett mitsamt dem Christian
saust ronter, was es sausa ka!
Saust grad am Walter uff sein Kopf
on uff sein flachsblonda Schopf!
D'r Christian, der reibt da Rucka,
des Brett, des goht en taused Stucka!
D'r Walter schüttelt bloss d'r Melle
on sait vergnügt zu seine G'selle:

"Schad, schad, dass oser Flaschazug
beim erschte mol schao hot g'nug.
Schad om des schene Oachabrettl,
dass es verbrocha an mein Schädl.
S'goht doch ao emmer älls verkehrt.
Jo, jo, a guater Kopf isch ebbes wert!"

Letze Änderung Donnerstag, 20 Dezember 2018 21:11
« Januar  2021 »
MoDiMiDoFrSaSo
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

News

Dez 23, 2020
Kategorie:
Erstellt von: SWVG00
Das Jahresprogramm für 2021 ist nun als PDF-Datei im Download-Bereich verfügbar.
Dez 23, 2020
Kategorie:
Erstellt von: SWVG11

Alle vorläufig geplanten Termine sind im Programm bislang aufgeführt! 

Welche Veranstaltungen stattfinden können erfahren Sie kurzfristig im Gemeindeblatt.

Die Gesundheitswanderungen finden, sofern es die Pandemie zulässt, ab dem 26.April bis zu den Sommerferien und dann wieder ab Mitte September bis zur Zeitumstellung statt.

Die Radfahrgruppe hatte jetzt vor der Winterpause ihren letzten Termin. Sie wird nächstes Jahr in alter Frische wieder aufgenommen.

Dez 22, 2020
Kategorie:
Erstellt von: SWVG11

60zig Jahre - 60zig Bäume - Eine Aktion des Schwarzwaldverein Gechingen e.V. in Pandemiezeiten

2020 feierte der Schwarzwaldverein Gechingen sein 60-jähriges Bestehen. Aufgrund der aktuellen Situation (Coronapandemie) verzichtete der Verein auf einen Festakt. Um die Verbundenheit mit den Bürgern Gechingens mit einer besonderen Aktion Ausdruck verleihen, die gleichzeitig auch dem Klimaschutz dient, wird der Verein auf dem Gemeindegebiet 60 Bäume pflanzen. Die eigentliche Pflanzaktion wird aber erst 2021 (vermutlich Anfang März, nach den Bodenfrösten) stattfinden. Auf Privatgärten oder auf Privatgrundstücken sollen diese 60 Bäume künftig gedeihen.

Ein erster Aufruf zu dieser vorbildlichen Aktion ist erst schleppend angelaufen, dann aber nach erneuter Aufforderung und Bericht in der Lokalpresse haben sich rasch viele Interessenten gemeldet. Es mussten am Ende sogar Einigen eine Absage erteilt werden. Nun liegen Bestellungen von 38 verschiedenen Garten- und Wiesengrundstücksbesitzern vor.

Der Schwarzwaldverein stiftet die Bäume und pflanzt sie auch, sofern genügend Helfer für diese Aktion zusammenkommen. Wer aber in der Lage ist für "seinen Baum" im Garten ein entsprechendes Loch zu graben, der sollte das vorab tun. Die weitere Pflege der Jungbäume obliegt dem Besitzer.

Mit dieser Aktion verfolgt der Schwarzwaldverein nicht nur das Ziel der Verbundenheit mit der Ortschaft sondern auch seine Nähe zu Naturschutz, Landschaftspflege und Nachhaltigkeit. Dadurch, dass sowohl Garten- als auch Wiesengrundstücksbesitzer meist Obstbäume auf ihr Grundstück pflanzen fördern wir den Streuobstwiesengedanken. Es werden 49 Obstbäume (38 Halbstamm und 11 Hochstamm) gepflanzt, zudem Kiefern, Douglasien, Holunder, Lärchen, Walnuss, Elsbeere und Eberesche. Bei den Obstbäumen handelt es sich vorwiegen um alte Baumsorten. Damit schützen wir Natur und auch ein Stück Kultur. Zudem wird in den Wiesen damit auch Landschaftspflege betrieben. Aber ganz besonders fördern wir die Nachhaltigkeit. Es sind Bäume, die viele Jahre stehen, Freude und hoffentlich auch Frucht bringen. Mit dieser Pflanzaktion hoffen wir auch auf Nachahmung und werden damit ein Stück zum Modell.

Bäume pflanzen anstatt zu Feiern bringt Nachhaltigkeit in die Region. Zudem stärken wir das Miteinander für eine nachhaltige Zukunft. Die Pflanzaktion selbst wird zum Teil durch den Verein unternommen und zum Teil von den Garten- oder Wiesenbesitzern. Die Pflege der Bäume liegt beim jeweiligen Garten- oder Wiesenbesitzer. In 2022 wollen wir dann auch einen Fachwart für Bäume mit dem ersten Schnitt beauftragen.