Bericht über die Mitgliederversammlung 2017

Die ordentliche Mitgliederversammlung des Schwarzwaldverein Gechingen e.V. fand am 26. März 2017 im Sportheim NEUNZEHN21 in Gechingen statt. Der Vorsitzende Heinrich Hamm konnte unter den 44 Besuchern Bürgermeister Jens Häußler, die Ehrenmitglieder Manfred Brauchle, Heinz Böttinger und Egon Sauter sowie den Gemeinderat und diesjährigen Vertreter der ansässiger Gruppen und Vereine, Gerhard Mörk, begrüßen. Er stellte fest, dass die Versammlung durch die rechtzeitige Einladung im Gemeindeblatt beschlussfähig sei.

Es folgte das Gedenken an die seit der letzten Versammlung verstorbenen Mitglieder Günther Gehring, Georg Maas, Herbert Schaible und Hedwig Strauss. Nun stand die Ehrung langjähriger Mitglieder an. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Heide und Horst Klaus sowie Günter und Ingrid Böttinger geehrt; für 40 Jahre Lore und Ludwig Ruopp, Ursula Frielitz, Christa Kienzle und Margot und Karl-Heinz Dingler. Für Ihr über viele Jahre erbrachtes Engagement für den Verein wurden Erika Albert-Essig, Gerhard Brill, Dietrich Essig, Martina Franke, Norbert Jensen, Eugen Rentschler, Claudia Schatz-Häußler, Egon Sauter und Heinrich Hamm mit dem Schafferpreis in Bronze ausgezeichnet.

 

Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft

Der Vorsitzende Heinrich Hamm ließ die Anwesenden in seinem Bericht auf „ein normales, aber dennoch ereignisreiches Vereinsjahr“ zurückblicken. Er teilte mit, dass der Verein zum Jahreswechsel 460 Mitglieder zählte, die im Durchschnitt 53,1 Jahre alt waren. Das waren 16 Mitglieder weniger als ein Jahr zuvor. Damals lag der Durchschnitt bei 54,2 Jahren. Er setze große Hoffnungen auf die neu entstandene Familiengruppe um Sandra und Sven Eichfuß, auf die Geocaching-Events von Norbert Jensen und die neue Präsenz des Vereins auf Facebook um neue Mitglieder zu gewinnen.

Bernd Drescher und er vertraten unseren Verein bei der Delegiertenversammlung in Engen am Hohentwiel, auf welcher das Projekt „Schwarzwaldverein 2030“ beschlossen wurde. Dieses Projekt soll den anhaltenden Mitgliederschwund stoppen und den Schwarzwaldverein in den folgenden Jahren als attraktiven und zeitgemäßen Verein präsentieren. Hierzu fanden fünf Regionalkonferenzen statt, eine davon in Gültlingen, an der mehrere Vertreter unseres Vereins teilnahmen und sich als "Kümmerer" in der nächsten Konferenzrunde bereits wieder trafen.

Bezüglich der Vorstandsarbeit stellte er ein harmonisches und konstruktives Arbeitsklima fest. In sieben Sitzungen und einer Klausurtagung führte der Vorstand den Verein; hinzu kamen noch die Sitzungen des Hüttenfestausschusses. Wesentliche Vorstandsbeschlüsse betrafen die Neupolsterung von Stühlen und Bänken in der Haupthütte, die Einrichtung eines Naturerlebnispfades im Röserwald und die Präsenz des Vereins auf Facebook. Leider musste Frank Weber die Ausübung des Amtes als Wegewart gesundheitsbedingt unterbrechen. Heinrich Hamm freute sich, dass es  Frank Weber nun besser geht und er das Amt wieder ausüben kann. Auch für das Amt des 2. Vorsitzenden stellte sich ein Kandidat bereit, sodass nach dieser Mitgliederversammlung der Vorstand wieder vollständig besetzt sei.

Das 43. Hüttenfest war wiederum ein Erfolg. Wie fast jedes Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter, konnten uns über einen guten Besuch freuen und ein positives Ergebnis erzielen.

„Der Aufreger im vergangenen Sommer war der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats, den Sedanplatz für eine Bebauung vorzusehen“, so Hamm. Er ging darauf ein, dass der Schwarzwaldverein und die Bürgerinitiative „Denk mal“ sich gegen eine Beeinträchtigung der Linden und Bebauung aussprachen und aktiv wurden, sodass der Gemeinderat im September beschloss vorerst den Grundsatzbeschluss nicht weiter zu verfolgen. Für eine Aufhebung desselben Beschlusses kam aber keine Mehrheit zustande, ebenso wurde die  Umbenennung des Platzes in Friedensplatz abgelehnt. Um den Platz bekannter zu machen, wurde die Kleeblattwanderung am 3. Oktober dort beendet. Der Arbeitskreis Heimatgeschichte wird mit einer Tafel auf die Geschichte und Bedeutung des Platzes aufmerksam machen und wie der Platz aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden kann, ohne dabei in seiner Funktion als Naturdenkmal beeinträchtigt zu werden, das ist eine Aufgabe für alle Gechinger Bürgerinnen und Bürger, so Hamm. Mit der Auflistung von zwei Dingen, die ihm besonders gefallen haben, den kräftigen Aufschwung des Arbeitskreises Heimatgeschichte mit der neuen Leitung durch Norbert Jensen und der wieder aufgenommenen, aktiven Arbeit im Familienberiech durch Sandra und Sven Eichfuß, sowie dem Dank an alle Vorstandsmitglieder sowie sonst für den Verein ehrenamtlich Tätigen schloss Heinrich Hamm seinen Bericht ab.

Auszeichnung mit dem "Schafferpreis"

Nachdem Sven Eichfuß Anfang 2016 sein Amt als Fachwart für Familienarbeit übernommen hat, konnte er erstmalig von den Aktivitäten berichten. Im letzten Jahr gab es 4 Angebote: die Osterwanderung mit knapp 70 Teilnehmern, die Familientour bei der Kleeblattwanderung, Kürbisgeister schnitzen und die Nikolauswanderung. Beim Hüttenfest wurden diverse Spiele und Basteln sowie der Pustefixtisch angeboten. Als Programm für die Familie werden 2017 schon 7 Veranstaltungen angeboten und weiter ausgebaut. Sven Eichfuß betonte, dass auch Oma und Opa, Tante und Onkel daran teilnehmen dürfen.  

Es folgte der Bericht von Norbert Jensen über die Heimatpflege und den Aktivitäten des Arbeitskreises Heimatgeschichte. Bei den Ausstellungen im Heimatmuseum Appeleshof, den Sonderführungen und der Ausstellung im Rathaus konnten insgesamt 1556 Personen begrüßt werden. Verglichen mit manch anderem Museum ist dies eine beeindruckende Anzahl von Besuchern. Norbert Jensen ging nochmals auf das letztjährige Museumsprogramm ein und stellte die Veranstaltungen des laufenden Jahres vor. Des Weiteren berichtete er von den heimatgeschichtlichen Wanderungen und GPS-Touren, die sehr gut bei Schülern ankamen. Zum Schluss stellte er den Anwesenden noch die Markierung des höchsten Punktes der Gemarkung Gechingen, im Masenwald, vor. Die Initiative ging hierzu von Rolf Kossbiel aus. In den nächsten Wochen wird dort noch ein Geocache ausgebracht werden.

Marlene Mörk gab einen kurzen Einblick in die Arbeit der Naturschutzwartin. Sie berichtete von der Aktion Saubere Landschaft mit etwa 60 Teilnehmern und rief gleichzeitig zur Teilnahme an der gleichen Aktion am 1.4.17 auf. Im März 2016 war sie mit 2 weiteren Teilnehmern bei Hartmut Stech in Karlsruhe, um ein Waldklassenzimmer zu besichtigen. Dem folgte eine Begehung des Röserwaldes, um hier über einen Naturerlebnisraum zu geraten. Herr Stech hat uns einen Korb für ein Wanderfalkennest geschenkt, den wir zusammen mit Jürgen Esslinger im April aufgehängt haben. Im Sommer stand der Schutz der Linden auf dem Sedanplatz an. Hier konnte vorläufig eine mögliche Bebauung verhindert werden. Am Landschaftspflegetag des SAV und SWV wurde im Oktober von ca. 70 Teilnehmern eine Wacholderheide hinter Gültlingen gepflegt. Im Dezember wurden Nistkästen im Röserwald und beim Feuchtbiotop kontrolliert und gesäubert. Hauptsächlich nutzten Meisen die Nistkästen zum Brüten, jedoch wurden auch Spuren von Siebenschläfern und Haselmäusen gefunden.

Anschließend berichtete Egon Sauter anhand der an den Hauptverein abgegebenen Rückmeldungen, welche Mittel der Verein für die Öffentlichkeitsarbeit nutzt. Hauptsächlich waren dies die vom Hauptverein bereitgestellten Flyer und die von unserem Verein erstellten Artikel im Gemeindeblatt, die Broschüre mit dem Jahresprogramm, unser Internetauftritt und der Mitgliederrundbrief „SWV Aktuell 2017/1“.

Den Bericht über die Aufwände zum Unterhalt der örtlichen Wanderwege übernahm ebenfalls Egon Sauter. Mit 16 Arbeitsstunden und geringen Mengen an Material fiel dieser etwas geringer aus als in den Vorjahren. Er bedankte sich bei den Wegebetreuern Claudia Minerop und Werner Eichfuß für deren Unterstützung.

Der Waldwart Dietmar Süßer berichtete von einem für den Wald wenig ereignisreichen Jahr. Vor dem Hüttenfest wurden die Wege frei geschnitten und im November fand ein Arbeitseinsatz im Wald statt, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und Brennholz für die Hütten zu sägen. 8 Personen nahmen daran teil. Er kündigte für 2017 1-2 Arbeitseinsätze und die Einebnung des Weges vom Hüttenareal in Richtung Storrenberg an.

Als nächstes folgte der Bericht des Wanderwartes Alexander Franke. Er bedankte sich bei allen Wanderführerinnen und Wanderführern, die bei 27 Halbtageswanderungen, 17 Tageswanderungen sowie 6 geselligen Veranstaltungen insgesamt 1011 Teilnehmer begrüßen durften. Dies wurde noch ergänzt durch 31 Radtouren mit 295 Teilnehmern, welche durch Karin und Jürgen Kanzleiter, Ingrid Blessing, Heinrich Hamm und Siegfried Lauxmann durchgeführt wurden. Abschließend überreichte Alexander Franke noch Gutscheine für die meisten Teilnahmen an Fußwanderungen, Radwanderungen und der Kombination beider an Carmella Ruscillo, Rolf Wochele und Kai Hintzenstern.

Nach den Berichten der Fachwarte trug Heinrich Hamm den Kassenbericht vor. Er stellte die Einnahmen den Ausgaben des Vereins gegenüber und berichtete von einem überschaubaren Fehlbetrag in 2016, der sich mit nur noch geringen Erträgen aus dem Restholzverkauf, der Abführung der Körperschaftsteuer aus den hohen Erträgen aus dem Holzverkauf in 2015 und Investitionen in die Röserhütte begründet. Dem gegenüber standen geringere Kosten, hauptsächlich durch den Wegfall der Waldbewirtschaftungskosten. Auch schmolz der für unseren Verein 2016 übrig bleibende Anteil am Mitgliedsbeitrag ab, da die 1. Stufe der Beitragserhöhung des Hauptvereins wirksam wurde. Die 2. Stufe wird 2018 folgen. Anschließend folgte eine Analyse mittels der Deckungsbeitragsrechnung welche zeigte, dass aufgrund der Investitionen in die Hütten die Ausgaben die Einnahmen übertrafen. Aufgrund des guten Finanzpolsters stellt das Defizit aber kein Problem dar.

Annette Blaich, die die Kasse zusammen mit Wolfgang Stengert geprüft hatte, berichtete, dass es keinerlei Beanstandungen gab. Bevor die Mitglieder um Entlastung der Vorstandschaft befragt wurden bot Bürgermeister Jens Häußler den Anwesenden die Gelegenheit weitere Fragen zu den Berichten zu stellen. Daraufhin schlug der Bürgermeister den Anwesenden die Entlastung des Vorstandes an, welche die Mitglieder einstimmig erteilten. Vor der Pause richtete Bürgermeister Jens Häußler noch ein Grußwort an die anwesenden Teilnehmer.

Mit dem Tagespunkt Vorstandswahlen wurde die Versammlung nach einer Pause fortgeführt. Einstimmig wurden für die Dauer von 1 Jahr Gerhard Mörk als 2. Vorsitzender gewählt. Für weitere zwei Jahre wurden in ihrem Amt bestätigt: als Kassenprüfer Annette Blaich und Wolfgang Stengert, Norbert Jensen (Heimatpflegewart), Egon Sauter (Öffentlichkeitsarbeit), Dietmar Süßer (Waldwart), Alexander Franke (Wanderwart), Bernd Drescher (Schriftführer) und Heinrich Hamm (1. Vorsitzender). Neu in das Gremium wurde, ebenfalls für die Dauer von zwei Jahren, Manfred Schultze als Beisitzer gewählt. Alle gewählten Personen nahmen die Wahl an.

Als nächstes stellte Gerhard Mörk das vom Vorstand beschlossene Projekt „Naturerlebnispfad“ vor. Durch den vereinseigenen Wald soll ein etwa 1,5 km langer Pfad angelegt und mit Hinweistafeln auf zunächst 7 Lebensräume hingewiesen werden. Beginnend mit den Bäumen des Jahres bei den Röserhütten führt der Rundweg ins Hülsental (Trockental) und am Waldrand entlang bis zur Trockenmauer Richtung Dachtel. Dort zweigt der Weg nach links in den Wald hinein und bergauf zum Steinriegel am Weg von den Hüten zum Storrenberg. Am Insektenhotel vorbei bis zur östlichen Grundstücksgrenze, wo auf die Wacholderheide Bezug genommen wird. Hier wird dann umgekehrt und durch einen lichten Buchenwald (Waldklassenzimmer) führt dann der Weg durch den oberen Teil des Waldes wieder zurück zu den Röserhütten.

Gerhard Mörk zeigte des weiteren verschiedene Hinweis- und Wandertafeln bzw. Schilder in seiner Präsentation. Die Förderaussichten durch LEADER Heckengäu und weiteren Sponsoren stehen gut. Vor Zusage der Förderung darf jedoch nicht begonnen werden. Der Zeitplan sieht vor, dass der Hauptanteil der Leistungen zwischen Juli und Oktober erbracht werden muss. Die Vorstellung des Projektes beendete Gerhard Mörk mit dem Aufruf an die Mitglieder zur tatkräftigen Mithilfe.

Wortmeldungen der Mitglieder zu den Punkten Anträge, Wünsche und Anregungen erfolgten nicht.

Nach der Versammlung wurden noch Bilder von über 40 Veranstaltungen des vergangenen Jahres gezeigt und von den Wanderführern kommentiert.

Letze Änderung Mittwoch, 12 Dezember 2018 22:25
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