Merklingen am 4. September zu Gast im Appeleshof in Gechingen.

Datum: Sep 4, 2022 14:00:00
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Merklingen, der zweitgrößte Stadtteil von Weil der Stadt, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem schmucken Ort entwickelt. Blickfang der Perle des Würmtals, ist die historische Kirchenburg, die St. Remigius-Kirche, das Rathaus, sowie das renovierte Steinhaus. Mit einem umsichtig sanierten Ortskern mit sprudelnden Brunnen und gepflasterten Gassen präsentiert sich Merklingen heute mit rund 5.700 Einwohnern als moderner Ort mit vielfältigen Ladengeschäften sowie zahlreichen Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben.
Gechingen und Merklingen verbindet eine lange und intensive Beziehung. Als 1308 der Pfalzgraf von Tübingen seinen Besitz in Gechingen um 800 Pfund Heller an das Kloster Herrenalb verkaufte, wurde es vom Klosteramt Merklingen aus verwaltet. Auch die Schultheißen wurden von Merklingen aus eingesetzt und bestätigt. Schätzungslisten des Amtes aus den Jahren 1448 und 1470 ist zu entnehmen, dass es damals in Gechingen 47 vermögende Hausbesitzer gab, 5 Einwohner ohne Haus und 10 völlig Mittellose. Wenn man die durchschnittliche Größe der Familien dieser Zeit zugrundelegt, kommt man auf eine geschätzte Einwohnerzahl von 350 - 450 Personen.
Seit dem Jahre 1296 war Merklingen ein Klosteramts der Zisterzienser-Abtei Herrenalb. Die Kirchenburg wurde nach dem Dorfbrand von 1417 zum Schutz der Bewohner und der Bevölkerung der umliegenden Höfe als Wehrkirchhof angelegt, und war ringsum mit doppelten Mauern und einem tiefen Wassergraben umgeben. Der sogenannte Kirchengraben war aus einer eigenen Quelle gespeist und musste regelmäßig von Schlamm und Unrat befreit werden. Diese Aufgabe wurde den Amtsflecken Simmozheim, Hausen, Gechingen, Alt- und Neu-Hengstett im jährlichen Wechsel übertragen.
Die Reformation in Württemberg im Jahre 1534 änderte nichts an der Beziehung zwischen Gechingen und Merklingen. Als das Kloster Herrenalb nach erheblichem Widerstand säkularisiert, d. h. verweltlicht wurde, wurde Gechingen zwar württembergisch und evangelisch, es wurde aber nicht einem der damals vorhandenen württembergischen Ämter z.B. Calw oder Nagold eingegliedert, sondern blieb beim Klosteramt Herrenalb, das die Württembergischen Herzöge bestehen ließen. An seiner Spitze stand nun zwar ein evangelischer Prälat, verwaltet wurde Gechingen aber weiterhin vom Amt Merklingen. Im Zuge der Neuordnung der Oberämter unter König Friedrich von Württemberg wurde Gechingen 1806 dem Oberamt Calw eingegliedert. Damit wurden für Gechingen  nach 500 Jahren die Verwaltung durch das Klosteramts Merklingen beendet.
Der im Gechinger Wappen enthaltene Abtsstab deutet noch heute die Zugehörigkeit zum Kloster Herrenalb und zum Klosteramt Merklingen an.
Wir freuen uns sehr darauf, wie sich Merklingen, vertreten durch den Heimatkreis Merklingen e.V., im Appeleshof in Gechingen, Kirchstraße 2/2 präsentieren wird. Geöffnet ist das Museum von 14 bis 18 Uhr und der Eintritt ist frei.
Der für seine gute alte Handwerkstradition bekannte Messer- und Scherenschleifer Eicke Rossow aus Leonberg wird bei dieser Veranstaltung anwesend sein und Schleifaufträge annehmen. Die Rückgabe erfolgt wenige Tage später nach Fertigstellung.

 

Letze Änderung Donnerstag, 20 Dezember 2018 21:11
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