QUILT- UND PATCHWORKAUSTELLUNG am Muttertag im Appeleshof

Datum: Mai 8, 2022 12:00:00
Details :

Ausnahmsweise am zweiten Sonntag im Monat, am Muttertag, dem 8. Mai, eröffnet das Heimatmuseum Appeleshof die diesjährige Saison mit einer Quilt- und Patchworkausstellung von Leonore Hasselmeier von den Sticheltanten Aidlingen und Hildegard Jensen von der Quiltgruppe Gärtringen.

Das Museum ist geradezu der perfekte Hintergrund für diese Art von Handarbeiten, denn sie haben eine lange, lange Geschichte. Technik und teilweise auch Muster wurden von einer Generation an die nächste weitergegeben. Wahrscheinlich entstanden die ersten Quilts im Orient oder in China, das Museum in Kairo zeigt 3000 Jahre alte Quilts. Sie sind wohl ursprünglich entstanden aus dem Wunsch heraus, alte Kleider und Stoffreste nutzbar zu machen in einer Zeit, in der Textilien noch ein teures und rares Gut waren. In der Regel besteht  ein Quilt aus drei Lagen; zwischen zwei Stoffschichten kommt isolierendes Material -  es konnten außer aufgetragenen Kleidern auch Federn, Wollvlies, sogar Stroh oder trockenes Laub sein – und das Ganze wird mit kleinen Quiltstichen so zusammengenäht, dass plastische Muster entstehen. To quilt ist ein englisches Wort, auf Deutsch heißt es „steppen“.  Anfangs wurden nicht nur Decken, Kissenplatten und Ähnliches in dieser Technik verfertigt, es ist verbürgt, dass die Kreuzfahrer, die die Quiltarbeiten nach Europa brachten, unter ihren Rüstungen und Kettenhemden wärmende Quilt-Wämser trugen, die auch das Wundscheuern der Haut verhinderten. Auch in Europa konnte sich das Quilten ausbreiten, und schon die ersten Auswanderer von dort brachten es in die „Neue Welt“. Während es in ihren Mutterländern mehr oder weniger aufgegeben wurde, erlangte es  dort eine Blütezeit. Die Oberseite der klassischen amerikanischen Quilts, die Schauseite, ist eine Patchwork-Arbeit, bei der Stoffe möglichst verschiedener Materialien, Muster und Farben – Flicken, wie „patch“ wörtlich übersetzt heißt -  oft sehr kunstvoll zu einer Stoffbahn zusammengenäht werden. Die Muster kommen beim nachfolgenden Zusammenfügen der drei Lagen, dem Quilten, erst so richtig zur Geltung. Man kann ahnen, dass das bei einem größeren Teil, wie einem Bettüberwurf, der in den Blockhütten der ersten Siedler oft der einzige Schmuck war, eine sehr zeitaufwändige Arbeit war, sie wurde in Nachbarschaftshilfe durchgeführt. Wenn die Aidlinger Sticheltanten oder die Quiltgruppe Gärtringen sich treffen zum gemeinsamen Quilten, folgen sie auch da einer uralten Tradition. Ein kleiner Vortrag über die wechselvolle Geschichte der Quilts wird am Anfang der Ausstellung stehen; auch die Technik wird gezeigt und erläutert. Es ist erstaunlich, dass selbst bei gleichen Mustern jedes Mal etwas ganz Individuelles und Einmaliges entsteht. Vielleicht bekommen Sie sogar selbst Lust,  so etwas Neues und unglaublich Kreatives anzufangen. Wir vom Museumsteam freuen uns auf jeden Fall riesig auf diese erste Ausstellung nach einer mehr als zweijährigen Corona-bedingten Schließung. Es lohnt sich auf jeden Fall, am Sonntag, dem 8. Mai 2022 ins Museum Appeleshof zu kommen. Geöffnet ist wie immer von 14 – 18 Uhr und der Eintritt ist frei. Aus Rücksicht auf unsere Besucher und Mitarbeiter ist im Haus ein Mundschutz zu tragen.

 

Der für seine gute alte Handwerkstradition bekannte Messer- und Scherenschleifer Eicke Rossow aus Leonberg wird bei dieser Veranstaltung anwesend sein und sich vor dem Museum  um stumpf gewordene Messer und Scheren kümmern.

 

 

 

Letze Änderung Montag, 14 März 2022 15:27
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